Heidi CGI

Das Waisenkind Heidi ist fünf Jahre alt, als ihre Tante Dete sie zu ihrem Großvater in die Schweizer Berge bringt. Der mürrische alte Mann, der von allen nur Alm-Öhi genannt wird und zurückgezogen auf seiner Alm lebt, kann mit seiner Enkelin zunächst gar nichts anfangen. Doch mit der Zeit schließt er seine Enkelin ins Herz, und Heidi wird ein richtiges Kind der Berge. Bald schon hütet sie gemeinsam mit ihrem neuen Freund, dem Geißenpeter, die Ziegen. Heidi liebt alle Tiere, aber vor allem die kleine Ziege Schnucki, ihren Vogel Pieps und schließlich sogar den Bernhardiner Josef. Doch eines Tages kehrt Tante Dete zurück und nimmt Heidi mit sich nach Frankfurt…

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Originaltitel
Heidi

Produktionsland
Frankreich/Australien

Produktionsjahr
2014

Technik
Computeranimation

Format
39 x 22 Minuten

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Egal ob fünf, fünfzehn oder fünfzig Jahre – alle kennen Heidi. Ihre Fangemeinde ist seit 1977 die ersten Folgen der klassischen japanischen Zeichentrickserie im ZDF ausgestrahlt wurden nicht kleiner geworden. Im Gegenteil! Und seit Anfang 2015 gibt es Heidi in neuer zeitgemäßer 3D-Optik, die jetzt auch auf Junior ihre Premiere feiert. Was es mit der „neuen“ Heidi auf sich hat, wie die CGI-Technik die Optik der Serie verändert und was an alt Bewährtem in Heidi 2015 steckt, klären wir in den folgenden Abschnitten.

Heidi CGI in der Tradition von Johanna Spyri

Die Serie Heidi – sowohl der Klassiker von 1974 als auch die Neuauflage von 2015 – basiert auf dem 1880 von der Schweizer Autorin Johanna Spyri veröffentlichten Roman „Heidis Lehr- und Wanderjahre“. 1881 folgte „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“.

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Foto: wikimedia commons

Beide Bücher waren bereits wenige Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung ein Welterfolg. Mittlerweile wurden die Spyri-Bücher in rund 50 Sprachen übersetzt und werden auch von Kindern in China, Japan, Island oder dem Iran gelesen. Der Schlüssel zu Heidis Erfolg ist ihr Charakter. Sie blickt stets mit Optimismus ins Leben und vermittelt dadurch mit ihrem kindlichen Charme Werte und beeinflusst ihre Umwelt positiv. Das beste Beispiel dafür ist der Großvater, der sich Dank Heidi vom zurückgezogen lebenden Griesgram zu einem fürsorglichen und liebenswerten Opa mausert. Auch andere Themen wie die Verantwortung des Menschen für Tier und Umwelt, das Zusammenleben von Kindern mit und ohne Handicap oder das Thema Trennung von der Familie sind zeitlose Themen, die heute genauso wie vor 135 Jahren ihre Gültigkeit haben. Aus diesem Grund finden sich alle in der neuen Heidi-Serie wieder.

Anpassung der Handlung

Aber die Zeit bleibt nicht stehen und natürlich wurde auch die Handlung der CGI-Serie unserem modernen Leben angepasst. Bei den Charakteren gibt es Neuzugänge. Dazu gehören die Kinder aus dem Dörfli. Mit Karl, Theresa und Wilhelm entstehen viele Geschichten rund um das Thema Freundschaft und Rivalität, die sich mit dem Alltag von Kindern des 21. Jahrhunderts durchaus vergleichen lässt. Dadurch entsteht mehr Spannung und Action. Die Serie ist insgesamt temporeicher geworden und erzählt daher Heidis Geschichte in 39 statt 52 Folgen. Dem Grundgerüst der Originalgeschichte wurden weitere Handlungsstränge hinzugefügt wie zum Beispiel die Geschichten um Peters Baumhaus.

08_Das alte Gutshaus_02

11_Angriff auf das Baumhaus_03

Fotos: Studio100 Media

Heidi rockt mit Andreas Gablier

So schön Gitti und Erika in den 70ern auch gejodelt haben, die heutige Volksmusik hört sich anders an. Natürlich ist das Heidi-Lied ein Muss und dass es auch zur neuen Serie gehört, steht völlig außer Frage. Aber mit Andreas Gabalier weht auch hier ein frischer Wind. Der Alpenrocker, der wie Heidi als Kind in den Bergen aufgewachsen ist, verleiht dem Heidi-Song seine eigene Note ohne ihn großartig zu verändern. Und das Beste daran: Die Kinder kennen Andreas Gabalier. Gitti und Erika? Wer sind die denn?

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Foto: Harald Bischoff, wikimedia commons

Die neue Optik im 3D-Look

Das wichtigste an der neuen Heidi ist jedoch der Look. Dank moderner Computertechnologie kann man Zeichentrickfiguren völlig neues Leben einhauchen und sie viel interessanter und vor allem plastisch gestalten. Was bedeutet eigentlich CGI fragt ihr euch sicher. CGI steht für Computer Generated Imaging. Was früher mühsam Bild für Bild gezeichnet und abgefilmt wurde, entsteht heute am Computer und bringt dadurch mehr filmtechnische Möglichkeiten mit sich wie zum Beispiel unglaubliche Weitwinkelaufnahmen oder Kamerafahrten. Das Alpenpanorama wirkt so zum Greifen nahe und sehr realistisch.